Projektförderung

 

 

Aufholpaket Kulturelle Bildung: Förderung für Freizeit- und Ferienangebote mit Theater, Tanz und Zirkus

Im Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ (KJP)

Mit Theater, Tanz und Zirkus für Kinder und Jugendliche Freizeit und Ferien gestalten! Gemeinsam mit Mitgliedsverbänden aus dem Bereich der Darstellenden Künste* fördert die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) Projekte, die Gemeinschaftserlebnisse ermöglichen, Freude machen und kulturelle Teilhabe und Engagement unterstützen. Diese Förderung wird durch das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ der Bundesregierung aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes ermöglicht.

*Aktion Tanz, ASSITEJ, BAG Spiel & Theater, BAG Zirkuspädagogik, Bund Deutscher Amateurtheater, Bundesverband Theaterpädagogik, Kinder- und Jugendtheaterzentrum.   

Das Förderprogramm richtet sich vornehmlich an gemeinnützige Verbände, Vereine, Projekte und Initiativen in den Bereichen Theater, Tanz und Zirkus sowie an gemeinnützige Einrichtungen, die Projekte in diesen Bereichen anbieten möchten. Vom Theaterkurs in den Ferien, dem wöchentlich am Nachmittag stattfindenden Zirkusangebot über die Tanzaktivität am Wochenende -  viele Angebotsformate und Themen sind möglich.                          
Projektschwerpunkte können sein (keine Voraussetzung): Frühe Bildung; Sozialraumorientierte und mobile Angebote; Inklusion und Diversität; Gesellschaft und Partizipation; Ehrenamtliches Engagement.

Antragsfrist für Anträge 2022:
Alle Anträge werden laufend bearbeitet.

Antragsstellung online unter:
https://bkj.nu/aufholpaket2022

Zur Kalkulationstabelle:
https://mehrdaten.de/aufholplan/

Download:
Förderbedingungen

Beratung, Koordination und Service:
BAG Spiel & Theater
E-Mail: info@bag-online.de
Tel.: 0511/458 17 99

Ein Programm der
Gefördert vom

Eckdaten zum Förderprogramm

Welche Projekte können gefördert werden?

Mit dem Programm werden vor allem kulturelle Bildungsprojekte für junge Menschen ermöglicht. Es handelt sich hier um Projekte der Darstellenden Künste (Theater, Tanz, Zirkus). Auch spartenübergreifende Vorhaben sind explizit möglich. Die Auseinandersetzung mit Jugend- und Alltagskulturen kann ebenso Teil des Projektes sein.

Aktivität, Gemeinschaft und Spaß sollen im Zentrum stehen, d. h. das unmittelbare Tanzen, Theaterspielen, Circensische entdecken, ausprobieren und lernen etc. Gefördert werden auch Projekte, die den Besuch von Kulturveranstaltungen und -einrichtungen einschließen und reflektieren oder die Ehrenamtliche in der Kulturellen Bildung und Jugendkulturarbeit fortbilden.

Folgende Schwerpunkte sind beispielsweise in den Projekten möglich (keine Voraussetzung):

  • Frühe Bildung: Angebote im Elementarbereich durch außerschulische kulturelle Bildungseinrichtungen, -träger und Vereine, die eigenständig oder in Kooperation mit Kindertagesstätten, Eltern oder Grundschulen durchgeführt werden und beispielsweise im offenen und gebundenen Ganztag stattfinden.
  • Sozialraum: Angebote, in denen Stadtteile und ländliche Räume erkundet werden, kreativ der Sozialraum gestaltet wird, offene und mobile Angebote der kulturellen Jugendarbeit oder Kooperationsprojekte mit weiteren Akteuren im Sozialraum.
  • Inklusion und Diversität: Angebote, die Zugänge und kulturelle Teilhabe für junge Menschen mit Barriereerfahrungen ermöglichen, die Empowermenträume schaffen oder kulturelle Begegnungsprojekte sind.
  • Gesellschaft und Partizipation: selbstorganisierte (Jugend-)Kulturprojekte junger Menschen sowie Angebote der Mitbestimmung und Beteiligung und der Demokratiebildung sowie politischen Bildung.
  • Ehrenamtliches Engagement: Angebote, in denen sich junge Menschen für Kulturarbeit engagieren (z. B. Peer-Konzepte) oder in denen Ehrenamtliche v. a. durch Fortbildung in ihrem Engagement für Kulturelle Bildung und Jugendkulturarbeit unterstützt werden.

Die Projekte sollen sich an den Lebenswelten, Interessen und Themen der Kinder und Jugendlichen ausrichten und für interessierte junge Menschen leicht zugänglich sein. Sie sollen insbesondere ihre Bedürfnisse in und nach der Corona-Pandemie berücksichtigen.

Wichtig ist auch, dass die haupt-, ehrenamtlichen oder selbstständigen Akteur*innen, die die Angebote umsetzen, entsprechende Qualifikationen und Erfahrungen haben, um junge Menschen kultur-, theater-, tanz- oder zirkuspädagogisch zu begleiten.

Welche Teilnehmer*innen können gefördert werden?

Als Teilnehmer*innen zählen Kinder und Jugendliche bis 27 Jahre sowie die Honorarkräfte. Sechs Kinder und Jugendliche müssen mindestens pro Projekt teilnehmen. Eltern oder andere Angehörige können in die Aktivitäten eingebunden werden, insofern dies pädagogisch begründet ist, zählen jedoch nicht als Teilnehmer*innen.

Ausnahme: Bei Aktivitäten, die sich an Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit richten, gelten alle Ehrenamtlichen als Teilnehmer*innen (z. B. Fortbildungsangebote für ihr Engagement in der Kulturellen Bildung).

Welche Formate können gefördert werden?

Sie können auf bereits erprobte bzw. vorhandene Konzepte, Formate und Ideen zurückgreifen und auf vorhandene Kooperationen aufbauen.

Möglich sind Kursaktivitäten als

  • ganztägige Kurstage. Um als Tag zu gelten, müssen mindestens 6 Stunden Programm pro Tag stattfinden. Als Ausnahme gelten bei Veranstaltungen mit Übernachtung An- und Abreisetage, die jeweils als voller Tag gewertet werden, auch wenn die Programmdauer an diesen Tagen kürzer ist. Umgesetzt werden können Kurstage als Einzeltage oder als mehrtägige (kulturelle) Ferienfreizeiten und Wochenendangebote.
  • regelmäßige Kursangebote. Findet weniger Programm als 6 Stunden statt, kann die Durchführung auch mit 1,5 Zeitstunden (¼ Tag), 3 Zeitstunden (½ Tag) oder 4,5 Zeitstunden (¾ Tag) Zeitstunden erfolgen. Umgesetzt können diese Kurse z. B. wöchentlich oder vierzehntägig als eigenständige Angebote oder in Kooperation mit Kindertagesstätten und allgemeinbildenden Schulen.

Zusätzlich ist die Durchführung von „Kleinaktivitäten“ möglich, insofern

  • die Aktivitäten nicht in Präsenz stattfinden, d. h. es sich beispielsweise um digitale/mediale Angebote handelt oder
  • das Führen von Teilnahmelisten nicht möglich ist, z. B. bei offenen oder mobilen Angeboten,

Kleinaktivitäten sind in der Regel halbtägige Angebote (3 Zeitstunden).

In einem Antrag können mehrere Aktivitäten zu einem Projekt zusammengefasst werden

Förderfähige Ausgaben

Förderfähig sind folgende Ausgabenarten:

  • Honorare für Hilfs- und Fachkräfte
  • Unterkunft und Verpflegung der Teilnehmer*innen sowie Raummieten
  • Fahrtkosten der Teilnehmer*innen (bis zur Höhe des Bundesreisekostengesetzes)
  • Material, das für das Programm benötigt wird

Nicht förderfähig sind insbesondere:

  • Personalausgaben (einschließlich Minijobs, FSJ, BFD etc.)
  • zusätzliche Honorare für beim Antragsteller beschäftigtes Personal
  • allgemeine Verwaltungsausgaben und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit
  • Anschaffungen von mehr als 800 Euro netto je Einzelgegenstand

Förderhöhe

In einem Antrag können mehrere Aktivitäten zu einem Projekt zusammengefasst werden. Die Förderung erfolgt als „Kursaktivität“ auf Grundlage fester Beträge je Aktivität:

  • 40 Euro je Tag und Teilnehmer*in
  • zusätzlich: 305 Euro je Tag und Honorarkraft (maximal 1 Honorarkraft je 6 Teilnehmer*innen)
  • zusätzlich: 60 Euro je Aktivität und Teilnehmer*in bei auswärtigen Veranstaltungen (z. B. in Jugendunterkünften), bei denen für die Teilnehmer*innen (inkl. Honorarkräfte und Ehrenamtliche) Fahrtkosten anfallen

Wenn diese festen Beträge zur Finanzierung ausreichen, sind keine Eigenmittel notwendig.

Um als Tag zu gelten, müssen mindestens 6 Stunden Programm pro Tag stattfinden. Findet weniger Programm statt, kann die Abrechnung anteilig (¼ Tag, ½ Tag oder ¾ Tag) erfolgen. Ausnahme: Bei Veranstaltungen mit Übernachtung zählen An- und Abreisetag jeweils als voller Tag, auch wenn die Programmdauer an diesen Tagen kürzer ist.

Die tatsächlichen Teilnehmer*innen müssen anhand von Teilnahmelisten mit eigenhändigen Unterschriften der Teilnehmer*innen nachgewiesen werden. Als Teilnehmer*innen zählen Kinder und Jugendliche bis 27 Jahre sowie die Honorarkräfte. Eltern oder andere Angehörige können in die Aktivitäten eingebunden werden, insofern dies pädagogisch begründet ist, zählen jedoch nicht als Teilnehmer*innen. Ausnahme: Bei Aktivitäten, die sich an Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit richten, gelten alle Ehrenamtlichen als Teilnehmer*innen (z. B. Fortbildungsangebote).

Insofern die Aktivitäten nicht in Präsenz stattfinden oder das Führen von Teilnahmelisten nicht möglich ist (z. B. bei offenen oder mobilen Angeboten), kann die Förderung als „Kleinaktivität“ mit 1.000 Euro je Aktivität erfolgen. In diesem Fall sind jedoch zwingend Eigenmittel in Höhe von 10 Prozent der Gesamtausgaben einzubringen (für eine Förderung von 1.000,00 Euro also 111,11 Euro Eigenmittel).

Antragshöhe: zwischen 1.000 Euro und 30.000 Euro je Projekt

Wer kann Anträge stellen und welche Voraussetzungen müssen Antragssteller erfüllen?

Antragsteller können beispielsweise sein: Kinder- und Jugendtheater, Tanzkompagnien, Theatervereine, theater-, tanz- oder zirkuspädagogische Träger, theater-, tanz- oder zirkuspädagogische Initiativen, Jugend(kultur)zentren, kulturelle Bildungsakademien.

Antragsberechtigt sind:

  • Einrichtungen von als gemeinnützig anerkannten Trägern (Vereine, Stiftungen, gGmbH etc.)
  • Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft mit Ausnahme des Bundes und der Länder (Gemeinden, Landkreise, kommunale Zweckverbände, Kirchengemeinden etc.)

Eine Mitgliedschaft der Träger bei den beteiligten Verbänden ist nicht notwendig.
Allgemeinbildende Schulen und Kindertageseinrichtungen können keine Anträge stellen, aber als Kooperationspartner im Projekt mitwirken.

Notwendig ist, dass die Antragsteller Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit bzw. -bildung haben. Das können Sie nachweisen, indem sie

  • vom zuständigen Jugendamt oder kraft Gesetzes als freier Träger der Jugendhilfe nach § 75 SGB VIII anerkannt sind
    oder
  • ein öffentlicher Träger der Jugendhilfe sind (Einrichtungen des Jugendamtes)
    oder
  • im Antrag relevante Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit darstellen

Die Antragsteller müssen die Angebote mit Fachkräften bzw. Ehrenamtlichen umsetzen können, die für die theater-, tanz- oder zirkuspädagogische Arbeit qualifiziert bzw. darin erfahren sind.

Sie können auf bereits erprobte bzw. vorhandene Konzepte und Ideen zurückgreifen – es handelt sich nicht um ein Innovations- oder Modellprogramm. Zudem sollten die Antragsteller selbst Zugänge zu Teilnehmer*innen haben oder über Kooperationen junge Menschen ansprechen und motivieren können

In der Regel sind die Antragsteller unmittelbar lokal verankert, es kann sich aber auch um überregional aktive Träger handeln.

Welche Informationen und Dokumente brauche ich für die Antragstellung?

  • Kurzprofil des Antragstellers
  • Beschreibung des Projekts und seiner Ziele inkl. Bezug zu einem oder mehreren der o.g. möglichen Schwerpunkte
  • Auflistung der geplanten Aktivitäten (hier: „Kurse“ oder „Kleinaktivitäten“)

Kosten- und Finanzierungsplan (Honorare, Sachkosten, etc. – entsprechend der förderfähigen Ausgabenarten)

Antragsfristen

Die Haushaltsmittel sind begrenzt, daher ist es möglich, dass das Antragsverfahren bereits früher geschlossen wird.

Alle Anträge werden laufend bearbeitet. Die Antragstellung sollte rechtzeitig vor dem geplanten Projektbeginn erfolgen (3−4 Wochen), da mit dem Projekt nicht vor Zusendung des Zuwendungsvertrages begonnen werden darf.

Antragshöhe: zwischen 1.000 Euro und 30.000 Euro je Projekt

Förderbedingungen

Was ist der Hintergrund des Programms?

Kinder und Jugendliche benötigen besondere Räume und Unterstützung, damit sie die Pandemieerlebnisse und -folgen bewältigen können und unbeschwert(er) aufwachsen können. Damit Nachteile und Ungleichheiten, die in der Pandemie entstanden sind bzw. verstärkt wurden, nicht manifestiert werden, hat der Bund das „Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ gestartet. Dieses Programm nutzt bereits vorhandene Strukturen und Erfahrungen bei den außerschulischen Trägern, um kinder- und jugendgerechte Freizeit-, Ferien-, Begegnungs- und Bewegungsangeboten zu schaffen, die schnell bei den Kindern und Jugendlichen ankommen.

Durch das Aufholpaket Kulturelle Bildung sollen in ganz Deutschland leicht zugängliche Möglichkeiten kultureller Teilhabe und Bildung sowie der Persönlichkeitsentwicklung geschaffen werden. Durch kulturelle, künstlerische, spielerische und mediale Räume wird es möglich, dass sich junge Menschen Orte der Begegnung und Freude, des Ausprobierens und Ausdrucks, der Beteiligung und des Engagements (wieder) erschließen. Es geht darum, kreative Freiräume jenseits der Familie und der formalen Bildung zu sichern, damit junge Menschen Entwicklungsaufgaben im Kindes- und Jugendalter selbstbestimmt und selbstwirksam bewältigen können.